Dividendensteuer in Georgien

Georgien
87
5 %
Score / 100
#60
von 231 Ländern

Der Indikator Dividendensteuer bewertet die Quellensteuer auf Dividenden. Georgien erreicht einen Score von 87/100; der auf der Seite angezeigte Ausgangswert ist 5 %.

Rechtslage: 5 % Quellensteuer auf Dividenden

Artikel 130 des georgischen Tax Code setzt die Quellensteuer auf Dividenden, die eine georgische Gesellschaft an natürliche Personen, bestimmte Non-Profit-Organisationen oder nicht ansässige Unternehmen zahlt, grundsätzlich auf 5 %. Für eine natürliche Person, die diese Dividende erhält, ist die einbehaltene Steuer regelmäßig abgeltend; die Dividende wird nicht nochmals in das Bruttoeinkommen einbezogen.

Für Gründer und Holding-Strukturen ist das einer der wichtigsten Standortvorteile Georgiens. Der Satz ist niedrig, einfach einzubehalten und im Vergleich zu vielen DACH-Strukturen gut kalkulierbar.

Zusammenspiel mit der georgischen Gewinnsteuer

Seit 1. Januar 2017 nutzt Georgien für viele Unternehmen ein estnisch inspiriertes Ausschüttungsmodell: Nicht der laufende Gewinn, sondern die Ausschüttung oder bestimmte nicht geschäftliche Zahlungen lösen Gewinnsteuer aus. Der reguläre Gewinnsteuersatz liegt bei 15 %; für Banken, Kreditunionen, Mikrofinanzorganisationen und Darlehensgeber gelten seit 1. Januar 2023 Sonderregeln mit 20 %.

Die 5 % Dividendensteuer kommt also nicht isoliert. Wer eine georgische Gesellschaft nutzt, muss Ausschüttungsgewinnsteuer, Dividendenquellensteuer, nicht abzugsfähige Zahlungen und gegebenenfalls Treaty-Regeln zusammen betrachten.

Ausnahmen: Beteiligungsketten, FIZ und Spezialregime

Der Tax Code kennt mehrere Ausnahmen. Dividenden zwischen bestimmten georgischen Gesellschaften können nicht an der Quelle besteuert und nicht in das Bruttoeinkommen einbezogen werden. Dividenden aus Free-Industrial-Zone-Unternehmen können ebenfalls begünstigt sein. Für internationale Unternehmen, Investmentfonds und bestimmte Finanzinstitute enthält der Code Sonderregeln.

Für Expats ist außerdem entscheidend, wo der Anteilseigner steuerlich ansässig ist. Georgien behält 5 % ein, aber der Wohnsitzstaat des Anteilseigners kann Dividenden zusätzlich besteuern und die georgische Quellensteuer nur anrechnen. Wer nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz steuerpflichtig bleibt, profitiert daher nicht automatisch vollständig vom georgischen Satz.

Internationaler Vergleich

In der Nomadino-Matrix liegt Deutschland bei 25 %, Österreich bei 27,5 %, die Schweiz bei 35 %, die USA bei 20 %, Estland bei 22 %, Singapur bei 0 % und die Vereinigten Arabischen Emirate bei 0 %. Georgien ist mit 5 % deutlich günstiger als DACH und die USA, aber nicht vollständig quellensteuerfrei.

Für Unternehmer mit georgischer Gesellschaft ist der Satz attraktiv, weil er niedrig und planbar ist. Für reine Anleger hängt der Vorteil stärker von Doppelbesteuerungsabkommen und der Besteuerung im Ansässigkeitsstaat ab.

Methodik: Wie kommt der Score zustande?

Der Score bewertet die Dividendenquellensteuer invers: niedrigere Sätze führen zu höheren Bewertungen. Georgiens 5 % ergeben deshalb einen sehr guten Wert, aber keinen Maximalwert, weil einige Staaten Dividenden auf Anteilseignerebene mit 0 % belasten.

Fazit: Georgiens 5-%-Dividendensteuer ist für Gründer, Investoren und Holding-Planung ein klarer Pluspunkt. Der Vorteil ist am größten, wenn auch die persönliche Ansässigkeit und die Ausschüttungsstruktur außerhalb Georgiens dazu passen.

Quellen

Dieser Artikel wurde erstellt am 17. Mai 2026

Dividendensteuer — Globales Ranking ↗

# Land Wert Score
1 Jemen 0 % 100
1 Malta 0 % 100
1 Malediven 0 % 100
1 Singapur 0 % 100
1 Westsahara 0 % 100
60 Vietnam 5 % 87
60 Bosnien und Herzegowina 5 % 87
60 Georgien 5 % 87
60 Armenien 5 % 87
60 Peru 5 % 87
229 Norwegen 37,8 % 11
230 Kanada 39,3 % 7
231 Dänemark 42 % 1
← Zurück zu Georgien