Doppelbesteuerungsabkommen in Georgien
Doppelbesteuerungsabkommen Georgiens
Der Indikator Steuerabkommen (DBA) bewertet die Einbindung eines Landes ins internationale DBA-Netzwerk. Georgien hat mit 57 Ländern Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen — Score 48/100. Das ist ein solides, aber ausbaufähiges Abkommensnetz, das die wichtigsten Handels- und Investitionspartner abdeckt.
Das georgische DBA-Netzwerk
Georgiens Abkommensnetz ist historisch gewachsen und umfasst alle wichtigen europäischen Staaten sowie wichtige asiatische Partner. Abgeschlossen wurden Abkommen mit Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Polen, Tschechien, der EU-Gemeinschaft im Allgemeinen sowie außereuropäischen Partnern wie China, Israel, Türkei, Indien, Kanada und einigen GUS-Staaten.
Wichtige DBA-Inhalte
Georgiens DBAs folgen überwiegend dem OECD-Musterabkommen und regeln die Zuteilung von Besteuerungsrechten für verschiedene Einkunftsarten:
- Dividenden: Quellensteuer typischerweise 010 % unter DBA, gegenüber 5 % Standard-Quellensteuer
- Zinsen: Typischerweise 010 % unter DBA
- Lizenzgebühren: Typischerweise 0 % unter DBA
- Arbeitseinkommen: Ansässigkeitsprinzip Arbeitnehmer in Georgien zahlen in Georgien Steuern
Lücken im Netzwerk
Georgien fehlen DBAs mit einigen bedeutenden Ländern: USA (kein DBA mit Georgien), Australien, Japan (noch ausstehend). Das bedeutet für US-amerikanische Staatsangehörige: Die USA besteuern ihre Bürger weltweit unabhängig von Wohnsitz ein DBA würde den Anrechnungsmechanismus vereinfachen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Geografische Abdeckung
- Europa (alle EU-Kernstaaten +): sehr gut abgedeckt
- GUS/Kaukasus: Armenie, Aserbaidschan, Ukraine, Weißrussland, Kasachstan
- Asien/Pazifik: China, Indien, Türkei wichtige Partner vorhanden
- Amerika: Kanada vorhanden; USA, Brasilien fehlen
Fazit: Score 48/100 — Georgiens DBA-Netz mit 57 Abkommen deckt alle wichtigen europäischen und viele asiatische Partner ab. Für die meisten europäischen Expats sind die relevanten Abkommen vorhanden. Lücken bei USA und Australien sind für entsprechende Staatsbürger zu beachten.
Erstellt: 2026-04-14