Krankenhausbetten in Georgien

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Krankenhausbetten in Georgien

Der Indikator Krankenhausbetten misst die Kapazität stationärer Versorgung als Betten pro 1.000 Einwohner. Mit einem Score von 29/100, einem Rohwert von 2,9 Betten pro 1.000 Einwohner und Weltrang {{WELTRANG}} von {{TOTAL}} liegt Georgien im unteren Mittelfeld – ein deutlicher Kontrast zur hohen Ärztedichte und Ausdruck des privatisierten, ambulant orientierten Umbaus des georgischen Gesundheitssystems seit 2010.

Warum der Wert abgefallen ist – die Privatisierungsreform

Unter der sowjetischen Infrastruktur verfügte Georgien über weit mehr Krankenhaus-Kapazität. Die Privatisierungsreform unter Saakaschwili (2010–2012) schloss zahlreiche unrentable staatliche Krankenhauskapazitäten und übertrug Kliniken an Privatinvestoren. Das Ziel war Effizienzsteigerung; die Folge war ein deutlicher Rückgang der Bettenzahl, da private Betreiber auf ambulante, margenstarkärkerere Behandlungen fokussierten. Das hat die Zahl stationärer Betten reduziert, aber die Auslastung verbessert.

Vergleich und Einordnung

  • Japan (78), Russland (62), Deutschland (61), Ukraine (59): Sehr hohe Bettendichten; teils Erbe sowjetischer/japanischer Infrastruktur
  • Österreich (58), Estland (43): Europäisches Mittelfeld
  • Georgien (29): Unteres Mittelfeld, aber höher als Portugal (33), Singapur (26) oder Thailand (22)

Die WHO-Mindestempfehlung liegt bei 1–2 Betten pro 1.000 Einwohnern; Georgiens 2,9 erfüllt dieses Minimum. Bei großen Versorgungsbedarfen (Epidemien, Massenunfälle) könnten die Kapazitäten jedoch schnell knapp werden.

Für Expats relevant

Für Routinehospitalisierungen (Appendektomie, orthopädische Eingriffe, Entbindung) ist die Versorgung in Tbilisi ausreichend. Bei komplexen medizinischen Notfällen sollten Expats eine internationale Krankentransportversicherung in Betracht ziehen.

Fazit: 29/100 für Krankenhausbetten zeigt: Georgien hat bewusst auf ein ambulant geprägtes, privatisiertes Modell gesetzt. Für Expats ist dies kein Problem im Alltag, aber eine Limitation bei schweren Erkrankungen.

Erstellt: 2026-04-13

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