Sozialabgaben in Georgien

Georgien
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#1
von 231 Ländern

Der Indikator Sozialabgaben bewertet die obligatorische lohnbezogene Beitragslast. Georgien erreicht einen Score von 100/100; der auf der Seite angezeigte Ausgangswert ist 0 %.

Keine klassische Sozialversicherung auf Löhne

Georgien erhebt keine klassischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge wie Renten-, Kranken-, Pflege- oder Arbeitslosenversicherung im deutschen Sinn. PwC weist für Georgien entsprechend keine Social-Security-Contributions aus. Das erklärt den Ausgangswert von 0 % und den maximalen Score in diesem Einzelindikator.

Für Arbeitgeber ist das ein erheblicher Kostenunterschied. Ein georgisches Bruttogehalt löst grundsätzlich 20 % Einkommensteuer aus, aber keine zusätzlichen Sozialversicherungsblöcke von 20 % oder mehr auf Arbeitgeberseite. Für Angestellte bedeutet es allerdings auch: Gesundheit, Arbeitslosigkeit und Altersvorsorge sind nicht in gleicher Breite beitragsfinanziert.

Wichtige Abgrenzung: kapitalgedeckte Pension seit 2019

Seit 1. Januar 2019 existiert in Georgien ein kapitalgedecktes Pensionssystem. Für reguläre Arbeitnehmer werden typischerweise 2 % vom Arbeitnehmer, 2 % vom Arbeitgeber und ein staatlicher Zuschuss geleistet. Der staatliche Zuschuss beträgt nach PwC 2 % bis zu 24.000 GEL Jahreseinkommen, 1 % für den Teil von 24.000 bis 60.000 GEL und entfällt oberhalb von 60.000 GEL. Für Selbständige gelten eigene Regeln; PwC nennt 4 % bei Teilnahme.

Diese Beiträge sind wichtig für die Praxis, werden im Indikator aber nicht wie klassische Sozialversicherungsabgaben behandelt. Der Unterschied ist nicht nur technisch: Das Geld fließt auf individuelle Pensionskonten, nicht in ein umlagefinanziertes Rundum-System.

Ausnahmen und Risiken für Expats

Der Wert 0 % bedeutet nicht, dass Leben ohne Absicherung kostenlos ist. Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsabsicherung, Rücklagen für Elternzeit, Arbeitslosigkeit und Altersvorsorge müssen selbst organisiert werden. Für entsandte Arbeitnehmer kann außerdem das Sozialversicherungsrecht des Heimatlands weiterwirken, etwa bei A1-Bescheinigungen innerhalb Europas oder speziellen Entsendeabkommen.

Auch Payroll-Compliance bleibt relevant: Arbeitgeber müssen Einkommensteuer einbehalten, Mitarbeiter registrieren und monatliche Meldungen korrekt abgeben. Keine Sozialabgaben heißt nicht keine Lohnadministration.

Internationaler Vergleich

In der Nomadino-Matrix steht Deutschland bei 40 %, Österreich bei 39,8 %, die Schweiz bei 14,6 %, die USA bei 15,3 %, Estland bei 33 %, Singapur bei 37 % und die Vereinigten Arabischen Emirate bei 5 %. Georgien liegt mit 0 % deutlich darunter.

Für DACH-Auswanderer ist das einer der größten Standortunterschiede. Die Ersparnis ist real, aber sie verschiebt Verantwortung vom Staat und Arbeitgeber stärker auf den Einzelnen.

Methodik: Wie kommt der Score zustande?

Der Score bewertet obligatorische Sozialabgaben invers: Je niedriger die kombinierte Pflichtlast auf Arbeit, desto höher die Bewertung. Georgiens fehlende klassische Sozialversicherungsbeiträge führen daher zum Maximalwert.

Fazit: Georgien ist bei Sozialabgaben extrem arbeitgeber- und nettofreundlich. Für Expats ist das attraktiv, solange sie die fehlenden Pflichtsysteme nicht mit fehlendem Vorsorgebedarf verwechseln.

Quellen

Dieser Artikel wurde erstellt am 17. Mai 2026

Sozialabgaben — Globales Ranking ↗

# Land Wert Score
1 Dänemark 0 % 100
1 Nauru 0 % 100
1 Südsudan 0 % 100
1 Bangladesch 0 % 100
1 Tuvalu 0 % 100
1 Afghanistan 0 % 100
1 Mikronesien 0 % 100
1 Georgien 0 % 100
1 Neuseeland 0 % 100
1 Vanuatu 0 % 100
224 Mayotte 65 % 1
224 Martinique 65 % 1
224 Guadeloupe 65 % 1
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