Staatsbürgerschaft durch Investment in Georgien
Staatsbürgerschaft durch Investment in Georgien
Kurzantwort: Georgien hat kein offizielles Citizenship-by-Investment-Programm. Es gibt also keinen staatlichen Mechanismus, der gegen einen vorher festgelegten Investmentbetrag direkt die georgische Staatsbürgerschaft verkauft. Wer auf einen schnellen Pass gegen Geld hofft, ist in Georgien an der falschen Adresse.
Genau das ist der Kern des Artikels. Georgien ist in vielen Rechts- und Standortfragen offen, aber Staatsbürgerschaft wird nicht als Handelsware behandelt. Das Land setzt eher auf reguläre Einbürgerung, auf Aufenthaltswege, auf Sonderfälle mit politischer oder nationaler Relevanz und auf Investitionsmodelle, die auf Aufenthalt und nicht auf einen sofortigen Pass zielen.
Die Unterscheidung ist wichtig, weil Leser drei Dinge oft vermischen: Aufenthaltserlaubnis, langfristige Ansässigkeit und Staatsbürgerschaft. Georgien kann bei Aufenthalt und Investition durchaus zugänglich sein. Daraus folgt aber nicht, dass der Staat eine klassische CBI-Route anbietet. Genau das macht diese Seite in der Praxis wertvoll: Sie beantwortet die Frage, ob Georgia einen goldenen Pass verkauft. Die Antwort ist nein.
Was das Thema wirklich bedeutet
Der Begriff Citizenship-by-Investment klingt technisch, ist aber in der Praxis ziemlich einfach. Gemeint ist ein formalisierter Staatsbürgerschaftsweg gegen eine definierte wirtschaftliche Gegenleistung. Manche Staaten verkaufen so einen schnellen Zugang zum Pass, andere koppeln ihn an sehr klare Mindestbeträge, und wieder andere nutzen Sondermodelle, die formal nicht als CBI vermarktet werden, faktisch aber in diese Richtung gehen. Georgien gehört nicht in diese Gruppe.
Für Leser mit Auswanderungs- oder Vermögensplanung ist das die entscheidende Info. Wer einen zweiten Pass sucht, muss in Georgien den regulären Weg denken: Aufenthalt, Sprache, Integration, familiäre Bindung oder Sonderentscheidung. Wer hingegen primär einen guten Wohn- und Unternehmensstandort sucht, kann Georgien trotzdem interessant finden. Dann geht es aber um Residency, Steuerlogik und Alltagstauglichkeit, nicht um einen Kaufpass.
Was es stattdessen gibt
Die saubere Formulierung lautet nicht „Georgien bietet nichts an“, sondern „Georgien bietet kein CBI, aber durchaus Investitions- und Aufenthaltswege“. Diese Wege sind wichtig, weil sie den Unterschied zwischen Pass und Aufenthalt sauber sichtbar machen.
- Short-Term Residence Permit: Für Eigentümer nicht-landwirtschaftlicher Immobilien mit einem Marktwert von mehr als 150.000 USD im GEL-Äquivalent. Das ist ein Aufenthaltsweg, kein Staatsbürgerschaftsweg.
- Investment Residence Permit: Für qualifizierte Investitionen oder Immobilienwerte von mehr als 300.000 USD. Auch hier geht es um Aufenthalt, nicht um einen direkten Pass.
- Work- und Business-Weg: Wer in Georgien tätig ist, ein Unternehmen betreibt oder als IT-Fachkraft arbeitet, kann unter den jeweiligen Regeln einen Aufenthaltstitel erhalten.
- Reguläre Einbürgerung: Der normale Weg zur Staatsbürgerschaft bleibt ein Aufenthalts- und Integrationsprozess. Geld allein ersetzt diesen Weg nicht.
Damit ist der praktische Unterschied klar: Investition kann in Georgien den Aufenthalt erleichtern oder erweitern. Sie wird aber nicht automatisch zum direkten Staatsbürgerstatus.
Warum Georgien kein CBI-Programm auflegt
Georgien hat dafür mehrere gute Gründe. Staatsbürgerschaft ist in Georgien ein Identitäts- und Zugehörigkeitsthema, kein reines Finanzprodukt. Das Land hat historische Sicherheits- und Integritätsfragen, eine große Diaspora und ein starkes Interesse daran, Staatsbürgerschaft nicht zu trivialisieren. In diesem Umfeld passt ein formales CBI-Modell schlicht nicht gut zur politischen Logik.
Hinzu kommt die internationale Wirkung. Staaten, die offensiv CBI-Programme verkaufen, geraten häufig unter Druck, weil diese Programme als anfällig für Missbrauch, Geldwäschevorwürfe oder reputative Risiken gelten. Georgien hat sich erkennbar dagegen entschieden, in diese Ecke zu wandern. Das ist nicht romantisch, sondern rational.
Für Expats ist das ein zweischneidiges Signal: Wer einen schnellen Pass kaufen will, bekommt kein Angebot. Wer aber einen vernünftigen, rechtsklaren Standort sucht, kann von einem Land profitieren, das nicht versucht, Staatsbürgerschaft als Produkt zu vermarkten.
Der Sonderfall der präsidialen Einbürgerung
Ein sauberer Artikel muss den Sonderfall erwähnen, ohne ihn aufzublasen. Es gibt in Georgien eine diskretionäre Möglichkeit, dass die Staatsbürgerschaft in besonderen Fällen per präsidialer Entscheidung vergeben wird. Das richtet sich an Personen mit außergewöhnlichen Verdiensten oder besonderem nationalem Interesse. Prominente Wissenschaftler, Sportler oder Personen mit messbarem wirtschaftlichem Beitrag können in diese Kategorie fallen.
Wichtig ist aber die Einordnung: Das ist kein transparentes, allgemein zugängliches Investmentprogramm. Es gibt keinen festen Preis, keine standardisierte Produktlogik und keinen automatischen Anspruch. Gerade deshalb sollte diese Ausnahme nicht mit CBI verwechselt werden. Sie ist ein Grenzfall der Staatsbürgerschaftsvergabe, nicht das Geschäftsmodell eines Goldenen Passes.
Praktische Folge für Investoren und Expats
Für Investoren, Unternehmer und digitale Nomaden ist die eigentliche Frage deshalb eher: Ist Georgien ein guter Ort für Aufenthalt, Firma, Vermietung, steuerliche Struktur oder langfristige Lebensplanung? In vielen Fällen ist die Antwort ja. Das Land ist zugänglich, die Aufenthaltswege sind vergleichsweise klar und die Behördenlogik ist meist gut lesbar.
Aber: Wer von Georgien eine kurze Abkürzung zur Staatsbürgerschaft erwartet, sollte den Fall neu bewerten. Das Land bietet Aufenthalt und strukturierten Zugang, nicht den Kauf des Passes. Das ist kein Mangel, sondern die eigentliche Norm, wenn man Staatsbürgerschaft nicht verkommerzialisieren will.
Wie die Begriffe auseinanderzuhalten sind
Viele Leser werfen vier Dinge in einen Topf, obwohl sie rechtlich und praktisch verschieden sind: eine Aufenthaltserlaubnis, eine längerfristige Aufenthaltsform, eine Einbürgerung und eine echte Staatsbürgerschaft durch Investition. Genau dort entstehen die meisten Missverständnisse. Wer eine Aufenthaltskarte erhält, bekommt damit noch keinen Pass. Wer investieren kann, bekommt damit noch nicht automatisch den Status eines Staatsbürgers. Und wer irgendwann regulär eingebürgert werden könnte, hat deshalb noch kein verkürztes Investorenprogramm in der Hand.
Für die Praxis ist diese Trennung wichtig, weil sie Erwartungen sauber einhegt. Ein Aufenthaltstitel kann Mobilität, Wohnsitz, Unternehmensaufbau und Alltag erleichtern. Er kann aber in der Regel nicht das gesamte Staatsbürgerschaftsrecht ersetzen. Ein echter CBI-Weg wäre dagegen ein explizit definierter Schnellzugang zum Pass. Georgien stellt genau diesen Schnellzugang nicht bereit.
Wie ein echtes CBI-Programm aussehen würde
Ein glaubwürdiges Citizenship-by-Investment-Programm hat normalerweise drei Merkmale: einen klar benannten staatlichen Rahmen, eine vorher feststehende Gegenleistung und einen standardisierten Ablauf. Der Staat sagt also offen, was investiert werden muss, welche Dokumente erforderlich sind, wie lange das Verfahren dauert und wann der Pass erteilt wird. Der Kern ist Planbarkeit. Gerade diese Planbarkeit fehlt in Georgien, weil es keine offizielle CBI-Schiene gibt.
Das ist kein semantischer Streit, sondern der entscheidende Unterschied zwischen Marketing und Recht. Wer von einem Programm spricht, meint eine wiederholbare Regel. Wer nur von einer seltenen Sonderentscheidung spricht, meint gerade kein Programm. Deshalb bleibt die präsidiale Ausnahme wichtig, aber sie ändert die Einordnung nicht.
Was Leser mit Investitionsabsicht konkret prüfen sollten
Wer Georgien wegen Vermögen, Standort oder Wohnsitz in Betracht zieht, sollte zuerst die eigene Zielsetzung klären. Geht es um einen Wohnsitz mit wenig Reibung, um eine operative Firma, um eine Immobilie, um steuerliche Ansässigkeit oder um langfristige Familienplanung? Die richtige Antwort hängt davon ab, welches Ziel tatsächlich im Vordergrund steht. Ohne diese Vorarbeit wird fast jeder Vergleich unscharf.
- Wenn der Alltag im Vordergrund steht: Dann sind Erreichbarkeit der Behörden, die Sprache, die lokale Bankbeziehung und die Aufenthaltslogik wichtiger als ein großes politisches Narrativ.
- Wenn unternehmerische Nutzung im Vordergrund steht: Dann zählen Firmengründung, steuerliche Folgerungen, Vertragsklarheit und die Frage, ob das Modell auch ohne Staatsbürgerschaft tragfähig ist.
- Wenn Familienplanung im Vordergrund steht: Dann muss der Blick auf Schulzugang, Aufenthaltstitel, Verlängerungen und auf den Weg der Familienmitglieder gehen.
- Wenn ein Pass das Ziel ist: Dann ist gerade nicht die Aufenthaltsbequemlichkeit entscheidend, sondern ob es im Rechtssystem überhaupt einen klaren Staatsbürgerschaftsweg gibt.
Die Stärke dieses Artikels liegt deshalb nicht nur in der Aussage, dass Georgien kein CBI hat. Sie liegt auch in der Frage, was man anstelle eines CBI realistisch erwarten darf. Wer diese Erwartung richtig setzt, vermeidet falsche Entscheidungen und unnötige Beratungsrunden.
Häufige Missverständnisse
Missverständnis 1: „Wenn ich investiere, bekomme ich irgendwo automatisch einen Pass.“ Das stimmt nicht. Investition kann einen Aufenthaltsweg eröffnen oder erleichtern. Sie ersetzt aber nicht die Regeln der Staatsbürgerschaft.
Missverständnis 2: „Wenn ein Land kein CBI hat, gibt es dort gar keine guten Wege.“ Auch das stimmt nicht. Ein Land kann für Aufenthalt, Arbeit, Unternehmen oder Lebensführung interessant sein, ohne einen verkäuflichen Pass anzubieten.
Missverständnis 3: „Eine seltene Ausnahme ist dasselbe wie ein Programm.“ Nein. Eine Ausnahme zeigt nur, dass das System nicht absolut starr ist. Sie schafft aber keinen standardisierten Markt für Staatsbürgerschaft.
Missverständnis 4: „Wenn eine Behörde offen wirkt, ist auch die Staatsbürgerschaft offen.“ Das ist ein logischer Sprung, den man vermeiden sollte. Offenheit im Aufenthaltsrecht sagt wenig über einen schnellen Passweg aus.
Warum die Zurückhaltung sinnvoll ist
Die Zurückhaltung bei der Staatsbürgerschaft hat einen einfachen Vorteil: Sie verhindert, dass ein zentraler Teil der staatlichen Ordnung zu einem bloßen Produkt reduziert wird. Staatsbürgerschaft ist nicht nur ein Rechtsstatus, sondern auch eine dauerhafte Verbindung zwischen Person und Staat. Gerade deshalb wirkt es glaubwürdig, wenn ein Land bei dieser Frage nicht in eine reine Kauflogik abrutscht.
Für Leser heißt das: Wer einen soliden Wohn- oder Geschäftsstandort sucht, muss nicht zwangsläufig einen Staatsbürgerschaftsverkauf erwarten. Wer einen Pass sucht, sollte umgekehrt genau hinschauen, ob die angebotene Route tatsächlich ein regulärer Rechtsweg ist oder nur als Investitionsversprechen klingt. Der Unterschied ist in der Praxis erheblich.
Was dieser Artikel bewusst nicht behauptet
Dieser Artikel sagt nicht, dass Georgien schlecht, teuer oder unattraktiv sei. Er sagt nur, dass es kein offizielles Citizenship-by-Investment-Programm gibt. Daraus folgt keine pauschale Standortbewertung. Ein Land kann im Aufenthalts- und Unternehmenskontext offen sein, ohne einen Pass zu verkaufen. Genau diese Trennung ist hier gewollt.
Ebenso wird hier nicht behauptet, dass eine Sonderentscheidung etwas Alltägliches wäre. Sie bleibt ein Ausnahmefall. Das ist wichtig, weil der Leser nicht mit einer falschen Erwartung aus dem Text gehen soll. Der Artikel soll Orientierung geben, nicht eine komplizierte Rechtslage verkürzen.
Welche Folge das für die Planung hat
Wer seine Planung auf Georgien stützt, sollte deshalb zuerst die Route festlegen und erst danach die Details prüfen. Ist der Fokus Aufenthalt, dann stehen Visa, Permit, Verlängerung und tatsächliche Nutzung im Vordergrund. Ist der Fokus eine spätere Einbürgerung, dann sind Gesetz, Fristen, Sprachkenntnisse, Integration und rechtmäßiger Aufenthalt die entscheidenden Punkte. Ist der Fokus ein schneller Pass, dann ist Georgien keine passende Zielbeschreibung für dieses Vorhaben.
Das ist der Grund, warum die Seite nicht nur über ein fehlendes Programm spricht, sondern die Begriffe sauber trennt. Wer diese Trennung versteht, kann Georgien realistischer einordnen und trifft weniger Fehlentscheidungen im Vorfeld.
Welche Unterlagen und Prüfungen in der Praxis eine Rolle spielen
Auch wenn es kein offizielles CBI-Programm gibt, taucht in der Praxis oft dieselbe Fragenliste auf: Wer stellt den Antrag, worauf stützt sich der Aufenthalt, wie ist die Identität dokumentiert, wie wird die Herkunft von Mitteln geprüft und wie wird der familiäre Status nachgewiesen? Bei einer echten Staatsbürgerschaftsentscheidung wird zudem regelmäßig genauer hingesehen als bei einem normalen Aufenthaltstitel. Genau deshalb ist der Gedanke „Investition = schneller Pass“ zu grob.
Der Leser sollte den Prozess nicht als einen einzigen Knopf verstehen. Es gibt immer mehrere Ebenen: den rechtlichen Einstieg, die Unterlagen, die Prüfung der Person, die Dauer des Verfahrens und die Frage, ob überhaupt ein zulässiger Weg gewählt wurde. Je stärker ein Fall von wirtschaftlichen Argumenten abhängt, desto wichtiger werden Transparenz, Nachweise und eine saubere Dokumentation. Wer diese Logik versteht, erkennt schneller, warum ein informeller Geldweg nicht mit einem formalen Staatsbürgerschaftsrecht gleichgesetzt werden kann.
Woran man ein seriöses Angebot erkennt
Seriös ist ein Angebot nur dann, wenn die gesetzliche Grundlage, die zuständige Behörde und die tatsächliche Entscheidungslogik klar erkennbar sind. Wenn stattdessen vor allem mit schnellen Zusagen, geheimen Beschleunigungen oder vagen „Kontakten“ gearbeitet wird, ist Vorsicht angebracht. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich reguläre Rechtswege von Verkaufsrhetorik. Ein gutes Angebot beschreibt nicht nur ein Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin.
Praktisch heißt das: Der Leser sollte nicht zuerst nach einem Versprechen suchen, sondern nach Nachvollziehbarkeit. Welche Stelle entscheidet? Welche Schritte sind dokumentiert? Welche Fristen gelten? Welche Ermessensspielräume gibt es? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man von einem belastbaren Verfahren sprechen. Gerade bei Staatsbürgerschaft ist das wichtiger als bei vielen anderen Rechtsfragen, weil der Status langfristig und tiefgreifend wirkt.
- Klare Rechtsgrundlage: Der Weg muss in Gesetzen, Verordnungen oder offiziellen Verfahren erkennbar sein.
- Klare Zuständigkeit: Es muss nachvollziehbar sein, welche Behörde entscheidet und welche Unterlagen sie braucht.
- Klare Gegenleistung: Wenn eine Investition eine Rolle spielt, muss klar sein, wofür sie wirtschaftlich und rechtlich steht.
- Keine Wunderversprechen: Wer Sicherheit, Tempo und Erfolg ohne Bedingungen verspricht, ist als Quelle schwach.
Der richtige Prüfpfad vor einer Entscheidung
Bevor jemand Zeit oder Geld in ein solches Thema steckt, sollte er die Frage in vier Schritten prüfen. Erstens: Was ist das Ziel überhaupt? Zweitens: Gibt es dafür einen echten Rechtsweg oder nur eine informelle Erlaubnis? Drittens: Ist die Dokumentation realistisch und vollständig? Viertens: Ist das Ergebnis das, was man wirklich wollte, oder nur ein äußerlich ähnliches Produkt? Diese Reihenfolge klingt simpel, verhindert aber viele Fehlentscheidungen.
- Ziel klären: Geht es um Aufenthalt, spätere Einbürgerung oder um einen tatsächlichen Pass?
- Rechtsweg prüfen: Gibt es eine formale Grundlage oder nur eine informelle Ermessensentscheidung?
- Risiko einschätzen: Welche Unterlagen, Fristen und Prüfungen sind realistisch?
- Ergebnis vergleichen: Ist das Endergebnis wirklich die gewünschte Rechtsposition?
So bleibt die Entscheidung sauber. Wer den Weg in dieser Reihenfolge denkt, wird nicht von Werbeversprechen, halben Informationen oder symbolischen Ausnahmen in die Irre geführt. Das ist besonders wichtig, wenn ein Thema gleichzeitig juristisch, wirtschaftlich und emotional besetzt ist. Genau diese Mischung macht viele Beratungen unnötig teuer.
Warum Aufenthalt und Staatsbürgerschaft getrennt gedacht werden müssen
Ein Aufenthaltsrecht dient dem Leben im Land; Staatsbürgerschaft dient der dauerhaften Zugehörigkeit und den vollen politischen Rechten. Das sind verwandte, aber nicht identische Dinge. Wer das eine bekommt, hat das andere noch lange nicht automatisch. Deshalb ist es sinnvoll, beide Ebenen bewusst auseinanderzuhalten, auch wenn sie im Alltag oft zusammen genannt werden.
Die Trennung hilft auch bei der Bewertung von „Investition“. Eine Investition kann eine Tür öffnen, die ansonsten geschlossen wäre. Sie kann also ein Eintrittssignal sein. Aber sie ersetzt nicht die rechtliche Endstufe. Wer das verwechselt, bewertet Angebote zu optimistisch und unterschätzt die Unterschiedlichkeit der Verfahren. Gerade in einem Land ohne offizielles CBI ist diese Unterscheidung das eigentliche Kernwissen.
Wie der Sonderfall realistisch einzuordnen ist
Die präsidiale Einbürgerung ist kein Marketingprodukt und kein Massenpfad. Sie ist eine seltene Einzelfallentscheidung, die sich an besondere Umstände knüpft. Genau deshalb ist es falsch, aus ihr einen allgemeinen Investitionsweg abzuleiten. Der Sonderfall zeigt nur, dass das System nicht absolut starr ist. Er zeigt nicht, dass jeder gegen Geld oder Leistung eine standardisierte Staatsbürgerschaft erhalten kann.
Für die Praxis bedeutet das: Man kann den Sonderfall kennen, ohne ihm zu viel Gewicht zu geben. Er gehört in die Einordnung, aber nicht in die Erwartung. Wer ein Land mit einem echten, planbaren CBI sucht, wird durch einen Ausnahmefall nicht zufriedenstellend bedient. Wer dagegen einfach wissen will, ob Georgien überhaupt irgendeine Möglichkeit jenseits des Standardwegs kennt, bekommt hier die richtige, aber eng begrenzte Antwort.
Was die Seite bewusst nicht zu Ende verspricht
Diese Seite verspricht keinen schnellen Pass, keine Abkürzung und keine diskrete Umgehung von Regeln. Sie sagt nur, was die Lage ist: kein offizielles CBI, aber reguläre Aufenthaltswege und eine kleine Ausnahme auf höchster Ebene. Das ist als Information nüchtern, aber genau deshalb nützlich. Leser sollen nach der Lektüre wissen, wie sie das Thema weiterdenken müssen, nicht wie sie sich etwas schönreden.
Das ist auch für die Suchintention wichtig. Wer nach dieser Seite sucht, will typischerweise nicht nur wissen, ob ein Programm existiert. Er will verstehen, ob ein Investment ihn direkt in einen neuen Status bringt oder nur in einen längeren Rechtsweg. Diese Antwort ist in Georgien klar: Der Rechtsweg ist real, der Direktkauf eines Passes nicht. Genau das macht die Seite brauchbar.
Wann Georgien trotz allem interessant sein kann
Georgien kann für Menschen interessant sein, die einen unaufgeregten, rechtlich klaren und wirtschaftlich handhabbaren Standort suchen. Das gilt besonders dann, wenn nicht der Pass selbst das Ziel ist, sondern der Alltag, die Firma, der Wohnsitz oder die längerfristige Planung. In solchen Fällen ist das Fehlen eines CBI-Programms nicht unbedingt ein Nachteil. Es kann sogar ein Vorteil sein, weil es Erwartungen und Gespräche auf den eigentlichen Zweck zurückführt.
Wer also Georgien prüft, sollte weniger auf Schlagworte als auf die praktische Nutzbarkeit achten. Wie sauber laufen Behördengänge? Wie klar sind Fristen und Zuständigkeiten? Wie belastbar sind die Wege für Aufenthalt und spätere Entwicklung? Genau an diesen Fragen entscheidet sich der reale Nutzen eines Standorts. Der Pass ist dabei ein anderes Thema, nicht der erste Reflex.
So entsteht der Score
Der auf der Seite angezeigte Score 1/100 basiert auf einer sehr einfachen Logik. Wenn ein Land ein formales, offen vermarktetes Citizenship-by-Investment-Programm hat, liegt es in dieser Kategorie hoch. Wenn es kein solches Programm gibt, fällt es auf den Minimalwert. Georgien bekommt daher 1, weil kein offizielles CBI-Programm existiert.
Warum nicht 0? Weil die präsidiale Einbürgerung als schmaler Ausnahmefall existiert. Sie ist aber kein System, kein Produkt und kein allgemein zugänglicher Investmentweg. Der Score 1 signalisiert also: kein programmatisches CBI, aber eine minimale, diskretionäre Restoffenheit im Staatsbürgerschaftsrecht.
Fazit
Georgien hat kein Citizenship-by-Investment-Programm. Wer den Pass sucht, muss den regulären Weg gehen: Aufenthalt, Sprache, Integration oder einen eng begrenzten Sonderfall. Wer hingegen eine realistische, relativ offene Standort- und Aufenthaltsstrategie sucht, kann Georgien weiterhin prüfen. Der Unterschied zwischen beiden Zielen muss nur sauber gesehen werden.
Der Satz auf dieser Seite ist deshalb klar: Georgien verkauft keine Staatsbürgerschaft. Es verkauft auch keine Abkürzung zum Pass. Es bietet aber attraktive Aufenthaltswege und eine Rechtsordnung, die in vielen praktischen Fragen gut nutzbar ist.
Quellen
- Georgian Citizenship Law - Legislative Herald of Georgia (Matsne)
- State Services Development Agency - Residence Permit Information
- Ministry of Economy and Sustainable Development of Georgia
Dieser Artikel wurde erstellt am 10. Mai 2026
Staatsbürgerschaft durch Investment — Globales Ranking ↗
| # | Land | Wert | Score |
|---|---|---|---|
| 1 | Kambodscha |
active_program | 90 |
| 1 | Ägypten |
active_program | 90 |
| 1 | Jordanien |
active_program | 90 |
| 1 | Montenegro |
active_program | 90 |
| 1 | Antigua und Barbuda |
active_program | 90 |
| … | |||
| 12 | Kolumbien |
kein Programm | 1 |
| 12 | Fidschi |
kein Programm | 1 |
| 12 | Georgien |
kein Programm | 1 |
| 12 | Montserrat |
kein Programm | 1 |
| 12 | Albanien |
kein Programm | 1 |
| … | |||
| 12 | Bhutan |
kein Programm | 1 |
| 12 | Salomonen |
kein Programm | 1 |
| 12 | Nepal |
kein Programm | 1 |












