Verkehrstote in Georgien
Verkehrstote in Georgien
Der messbare Ausgangswert liegt bei 13,5 Verkehrstoten je 100.000 Einwohner. Das ist ein ernst zu nehmender Sicherheitswert: Georgien ist fahrbar und touristisch gut erschlossen, aber das Risiko auf der Straße ist höher, als es glatte Hauptachsen oder moderne Stadtviertel vermuten lassen.
Die WHO-Länderübersicht für Georgien zeigt, dass das Land zwar eine nationale Verkehrssicherheitsstrategie, Geschwindigkeitsregeln, Helm- und Gurtpflicht sowie Vorgaben gegen Alkohol am Steuer hat. Entscheidend ist aber nicht nur die Gesetzeslage, sondern die Durchsetzung im Alltag. Gerade Überlandfahrten kombinieren höhere Geschwindigkeiten mit riskanten Überholmanövern, älteren Fahrzeugen und Strecken, die durch Kurven, Gefälle oder Witterung schnell anspruchsvoll werden.
Warum das Risiko erhöht ist
Auf Hauptstraßen kommen verschiedene Risikofaktoren zusammen: dichter Transitverkehr, Kleinbusse, private Pkw, Lkw und touristische Fahrzeuge teilen sich teils enge Abschnitte. Auf Bergstraßen verschärfen fehlende Ausweichstellen, unübersichtliche Kurven und Steinschlag das Risiko. In Städten sind Fußgänger besonders exponiert, weil Gehwege nicht überall frei oder durchgängig sind und Querungen nicht immer respektiert werden.
Die Straßenqualität allein erklärt den Wert also nicht. Auch Fahrverhalten, Fahrzeugzustand, Beleuchtung, Rettungszeiten und lokale Regelbefolgung wirken zusammen. Die WHO nennt außerdem die Existenz nationaler Stellen und Ziele für Verkehrssicherheit; das zeigt Reformwillen, aber noch keine vollständig robuste Sicherheitskultur.
Was Auswanderer beachten sollten
Wer selbst fährt, sollte defensiv fahren, Abstand halten und Nachtfahrten außerhalb der Städte begrenzen. Mietwagen sollten Reifen, Licht, Bremsen und Versicherung klar abdecken. Für Strecken nach Swanetien, Kazbegi oder in abgelegene Täler ist ein erfahrener lokaler Fahrer oft sinnvoller als Selbstfahren, besonders bei Schnee, Nebel oder nach Starkregen.
In Tiflis reduziert die Kombination aus Metro, Taxi-App und gelegentlichem Mietwagen das persönliche Risiko deutlich. Für Familien und langfristige Bewohner ist auch die konkrete Mikrolage wichtig: sichere Querungen, Beleuchtung und fußläufige Wege zählen im Alltag mindestens so stark wie die Fernstraßenqualität.
Quellen
- WHO – Länderprofil Verkehrssicherheit Georgien 2023
- Weltbank – Verkehrstote je 100.000 Einwohner in Georgien
- Weltbank – Straßenbau und Verkehrssicherheit in Georgien
Dieser Artikel wurde erstellt am 29. Mai 2026
Verkehrstote — Globales Ranking ↗
| # | Land | Wert | Score |
|---|---|---|---|
| 1 | Monaco |
0,5 / 100.000 | 98 |
| 2 | San Marino |
0,8 / 100.000 | 97 |
| 3 | Liechtenstein |
1,5 / 100.000 | 95 |
| 4 | Norwegen |
1,9 / 100.000 | 94 |
| 4 | Schweden |
2,2 / 100.000 | 94 |
| … | |||
| 131 | Ukraine |
12,8 / 100.000 | 68 |
| 131 | Kirgisistan |
12,8 / 100.000 | 68 |
| 138 | Georgien |
13,5 / 100.000 | 66 |
| 139 | Usbekistan |
13,8 / 100.000 | 65 |
| 139 | Peru |
14,0 / 100.000 | 65 |
| … | |||
| 228 | Südsudan |
36,0 / 100.000 | 11 |
| 230 | Thailand |
36,2 / 100.000 | 10 |
| 231 | Dominikanische Republik |
41,7 / 100.000 | 1 |












