Universelle Gesundheitsversorgung in Georgien

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von 231 Ländern

Universelle Gesundheitsversorgung in Georgien

Der Indikator Universelle Gesundheitsversorgung (UHC Service Coverage Index der WHO) misst, in welchem Ausmaß die Bevölkerung Zugang zu wesentlichen Gesundheitsdiensten hat, ohne finanzielle Härte. Mit einem Score von 72/100 und Weltrang {{WELTRANG}} von {{TOTAL}} liegt Georgien im oberen Mittelfeld und spiegelt den erheblichen Ausbau der staatlichen Gesundheitsabdeckung seit 2013 wider.

Das UHC-Programm Georgiens

Georgien hat 2013 als eines der ersten Länder der Region ein universelles Gesundheitsversorgungsprogramm (UHC) eingeführt, das grundlegende Leistungen für alle Bevölkerungsgruppen abdeckt. Der Staat finanziert:

  • Notaufnahme-Behandlungen in allen lizenzierten Kliniken
  • Primärversorgung durch Familyenärzte
  • Spezifische Programme für Kinder, Ältere, Schwangere und Bevölkerung unter der Armutsgrenze
  • HIV- und Tuberkulose-Behandlung
  • Onkologische Grundleistungen

Grenzen des Systems

Das UHC-System hat Fortschritte gebracht, aber strukturelle Grenzen:

  • Finanzierungslücken: Viele Medikamente, erweiterte Diagnostik und elektive Eingriffe sind nicht abgedeckt; Out-of-Pocket-Kosten bleiben substantiell
  • Qualitätsunterschiede zwischen Staat und Privat: Staatlich finanzierte Einrichtungen haben häufig schlechtere Ausstattung als rein private Kliniken
  • Nicht für Ausländer ohne Aufenthaltstitel: Expats ohne georgische Registrierung haben keinen Anspruch auf staatlich finanzierte Leistungen außer medizinischen Notfällen

Vergleich

  • Deutschland (90), Singapur (89), Österreich (89), Schweiz (89): Vollausbau
  • Portugal (85), Estland (81): EU-Standard
  • Türkei (77), Thailand (77), Armenien (75): Ähnliche Abdeckung wie Georgien
  • Georgien (72): Oberes Mittelfeld, beachtliche Fortschritte seit 2013
  • Ukraine (72): Vergleichbar

Fazit: 72/100 für UHC ist ein beachtliches Ergebnis für ein Land mit Georgiens Pro-Kopf-Einkommen. Das Programm stellt sicher, dass Grundversorgung und Notfallmedizin verfügbar sind; für spezialisierte oder elektive Medizin ist ergänzende Privatversicherung sinnvoll.

Erstellt: 2026-04-13

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